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Versicherungen für Beamte

Unter allen Arbeitnehmergruppen genießt der Beamte einen Sonderstatus. Die Besoldung richtet sich nach dem Alimentationsprinzip. Damit trägt der Dienstherr die Verpflichtung dem Beamten bei Krankheit, Invalidität und im Alter einen angemessenen Lebensunterhalt zu zahlen. Die Beteiligung des Dienstherren sichert dem Beamten jedoch nicht unbedingt eine absolut umfassende Versorgung zu.

Vor allem in den ersten Dienstjahren als Beamter ist eine zusätzliche Absicherung sinnvoll.

Die 3 Phasen der Beamten

  • Verbeamtung auf Widerruf
  • Verbeamtung auf Probe
  • Verbeamtung auf Lebenszeit

Die Absicherung und Versorgung ist in jeder dieser drei Phasen identisch, jedoch sind die Leistungen nicht in jeder der Phasen bedarfsgerecht gestaltet und sollten entsprechend Ihrer Wünsche angepasst werden.

Beihilfe

Anders als beim Angestellten übernimmt der Dienstherr eine anteilige Erstattung seiner anfallenden Behandlungskosten. Die Höhe der Erstattung richtet sich nach seinem jeweiligen Beihilfesatz und der Beihilfevorschrift. In NRW erhalten z. B. kinderreiche Beamte und Pensionäre 70 % Beihilfe. Auch Ehegatten und Kinder eines Beamten haben über diesen grundsätzlich einen Anspruch auf Beihilfe (keine eigene Krankenversicherung bzw. noch vorhandene Kindergeldberechtigung vorausgesetzt). Der Beamte hat die Möglichkeit, die nicht übernommenen Kosten über eine private Krankenversicherung abzudecken.

(Freie) Heilfürsorge

Soldaten und Polizisten erhalten während des aktiven Dienstes zunächst (Freie) Heilfürsorge. Unter Abgabe des grünen Behandlungsscheines ist ein Grundschutz vorhanden und wenn man keinen Wert auf höherwertige Leistungen z. B. bei Materialien im Zahnersatzbereich legt, entstehen auch keine weiteren Kosten. Mit Beendigung der Dienstzeit bzw. Versetzung in den Ruhestand entfällt allerdings die Heilfürsorge.

Der Beamte erhält nun in normalem Rahmen Leistungen aus der Beihilfe. Es empfiehlt sich daher bereits bei Eintritt in die Beamtenlaufbahn eine Anwartschaft auf Krankenversicherung abzuschließen. Diese kann er dann ohne erneute Gesundheitsprüfung auf einen vollwertigen Krankenversicherungstarif bei Pensionsbeginn umstellen.

Nach Ende Ihrer Dienstzeit erhalten Soldaten für eine Übergangszeit das sogenannte Leibgedinge. Während des Bezugs dieser Geldleistung entsteht dem Beamten ebenfalls ein Beihilfeanspruch, welcher nach der Übergangszeit entfällt. Ehepartner und Kinder eines Empfängers der Heilfürsorge haben einen regulären Beihilfeanspruch.

Pflegeversicherung

Der Abschluss einer Pflegepflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und somit auch für den Beamten zwingend notwendig.

Bezüge im Falle der Dienstunfähigkeit

Beamte werden nicht berufsunfähig – sie werden dienstunfähig. Das mag "kleinlich" klingen, die Unterschiede sind allerdings gravierend. Ein dienstunfähiger Polizist muss nicht berufsunfähig sein. Schon eine kleine Verletzung an der Schusswaffenhand könnte das "Aus" bedeuten. Der Beamte ist nicht mehr einsatzfähig. Wird der Beamte als dienstunfähig in den Ruhestand versetzt, erhält er künftig Bezüge in Höhe des bisher erworbenen Anspruchs. Je weniger Dienstjahre absolviert wurden, desto niedriger fällt das Ruhegehalt aus. In jedem Fall zu wenig!

In den ersten fünf Jahren erhält der Beamte keine Bezüge, der Gang zum Sozialamt ist vorprogrammiert. Gerade in den verschiedenen Vollzugsdiensten scheidet bereits während des Vorbereitungsdienstes alljährlich eine große Zahl von Anwärtern aus. Rückenprobleme, psychische Erkrankungen und weitere Volkskrankheiten sind die häufigsten Ursachen.

Die Absicherung der Arbeitskraft über eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeitsklausel wird dringend empfohlen. Die versicherte Rente kann während der Laufzeit entsprechend angepasst werden.

Bezüge im Alter

Der Beamte im Ruhestand erhält ein Ruhegehalt. Nach 40 Dienstjahren beträgt das Ruhegehalt ca. 70 % seiner letzten ruhegehaltfähigen Dienstbezüge. Die Beamtenversorgung im Alter liegt zwar merklich über dem Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung, die Lücke ist dennoch groß und sollte geschlossen werden.

Da erst in den letzten Jahren Rücklagen für die Ruhestandsversorung von Beamten gebildet werden, belasten Sie bis zum Ableben die Finanzhaushalte. Die Kürzungen der letzten Jahre sind ein deutliches Zeichen, ebenso die Tatsache, dass Beamte in den Kreis förderfähigen Personen für die Riester-Rente aufgenommen wurden.

Auch für Beamte gilt: "Spare fürs Alter", denn je eher man beginnt, desto geringer ist der Sparbetrag.

Haftung für Dienstschäden

Bedienstete im öffentlichen Dienst haften für Schäden, die sie Dritten im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit zufügen (§ 839 BGB). Insbesondere bei Personenschäden können schnell hohe Schadenersatzforderungen auf Sie zukommen. Auch gegenüber Ihrem Dienstherren können Sie haftpflichtig gemacht werden, wenn Sie diesen schädigen (§ 78 Bundesbeamtengesetz). Eine auf Ihren konkreten Bedarf abgestimmte Diensthaftpflicht übernimmt die Prüfung, Regulierung begründeter und Abwehr unbegründeter Schadenersatzforderungen.

Je nach Art der Tätigkeit kann die Erweiterung um echte Vermögensschäden, den Verlust von Dienstausrüstung oder Regress für die Beschädigung eines Dienstwagens, sinnvoll sein. Unabhängig von der Gestaltung benötigt z. B. bei Eheleuten jeder Beamte seine eigene Deckung.

Ein wichtiger Hinweis: Nicht alle Tarife bieten die Deckung für echte Vermögensschäden.

Im Fall eines Unfalls

Beamte fallen nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Erleidet der Beamte im Dienst einen Unfall, der zu bleibenden Schäden führt, greift die Dienstunfallfürsorge. Leider gibt es keine bundeseinheitliche Regelung, deshalb sollte Sie ein Gespräch mit dem Dienstherren und/oder Ihrer Gewerkschaft suchen.

Zur grundsätzlichen Orientierung können die §§ 35 bis 37 des Bundesbeamtenversorgungsgesetzes dienen. Egal welche Form der Absicherung greift, findet eine Auszahlung immer nur für die Dauer der erlittenen Beeinträchtigung (fürs Erwerbsleben!) als Zusatz zu den regelmäßigen Bezügen, bzw. als Ersatz dafür, statt. Kosten, die aus einer Invalidität entstehen können, werden von der Dienstunfallfürsorge nicht abgedeckt.

Die Leistungen der Privaten Unfallversicherung sollen in erster Linie dazu dienen, Ihr Lebensumfeld so umzugestalten, dass Sie mit einer unfallbedingten Behinderung ohne große finanziellen Einschränkungen leben können. Sehr hohe Kosten fallen u. a. für den Umbau einer Immobilie, die Anschaffung eines behindertengerechten Fahrzeugs oder den Erwerb hochwertiger Prothesen an.

Eine Unfallversicherung zählt daher zu den notwendigen Versicherungen.

Mythos Beamtenversorgung

Viele Vorstellungen über die hervorragende Versorgung von Beamten und anderen Staatsdienern gehört ins Land der Märchen. Einzelne Versorgungsbereiche mögen etwas üppiger ausfallen – beruhigt zurücklehnen sollten Sie sich nicht.

Möchten Sie Näheres zu Ihrer Versorgung wissen? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Los geht´s

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  Sandra Koll | Versicherungsmaklerin Wegberg | Bahnhofstr. 34 | 41844 Wegberg | T: 02434 - 968 9 969 | F: 968 9 968 | buero@wegberg.versicherung